Schwangerschaft und Brustvergrößerung?

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Chirurgen empfehlen, bei Kinderwunsch mit Brustvergrößerung bis nach der Schwangerschaft zu warten. Dasselbe gilt auch für Frauen, welche sich einer Bauchstraffung unterziehen wollen.

Die Schwangerschaft verändert den Körper zusätzlich

Laut Albert Hoffmann, dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) sind die Veränderungen, welche der weibliche Körper während der Schwangerschaft durchmacht, seiner Aussage nach unberechenbar. So können die Brüste durch die Schwangerschaft entweder größer werden oder sogar schrumpfen. Daneben werde die Haut sowohl an den Brüsten als auch am Bauch sehr gedehnt und strapaziert. Derselben Meinung ist auch der Plastische Chirurg Hans-Detlef Axmann aus Hamburg. Seiner Meinung nach sei die Brustvergrößerung vor der Schwangerschaft reinste Geldverschwendung. Angesichts der Tatsache, dass der Umfang der mit der Schwangerschaft verbundenen körperlichen Veränderungen nicht vorher eingeschätzt werden kann, stelle sich eine Brustvergrößerung nach der Schwangerschaft als Eingriff heraus, welcher umsonst durchgeführt wurde. Denn durch die Schwangerschaft wird die Form der Brüste meist verändert.

Eine Faltenunterspritzung kann in der Schwangerschaft gefährlich werden

Die Chirurgen raten nicht nur dazu, auf eine Bauchstraffung und die Brustvergrößerung zu verzichten. So sollte eine Faltenunterspritzung ebenfalls unterlassen werden, bis die Familienplanung abgeschlossen ist. Dies gilt insbesondere für die Schwangerschaft selbst. Hofmann nach sei eine Faltenunterspritzung während der Schwangerschaft unverantwortlich. Denn Botox könne leicht über das Blut der Mutter auf das Ungeborene übertragen werden. Und es seien unzureichend Erkenntnisse für solche Fälle vorhanden.

Stillen ist selbst nach einer Brust-OP möglich

Viele Frauen, welche eine Brustvergrößerung durchgeführt haben und erst im Anschluss daran ein Kind bekommen haben, befürchten, nicht stillen zu können. Den Experten im Bereich Brustvergrößerung nach sei diese Sorge jedoch vollkommen unbegründet. Denn die Einschnitte in der Unterbrustfalte sowie in der Achselhöhle oder am Warzenhofrand führen zu kleineren Gewebeverletzungen. Hofmann nach blieben dabei die Drüsen vollkommen unberührt. Daher sei das Stillen keineswegs durch Implantate beeinträchtigt. Der empfohlene Verzicht auf Implantate vor der Schwangerschaft hat also nichts mit der Möglichkeit zu stillen zu tun. Vielmehr ist dieser auf der Tatsache begründet, dass die Implantate mit den Brüsten nach der Schwangerschaft einfach nicht mehr zusammenpassen und ausgetauscht werden müssen. Durch Anwendung schonender Operationsmethoden ist dies ohne neue Narben vollkommen möglich.

 

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