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Einer Frühgeburt entgegenwirken

Eine Frühgeburt kann rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Dafür ist es jedoch nötig, auf die körperlichen Anzeichen zu achten und sofort zum Arzt zu gehen, wenn der Verdacht auf die in der Folge beschriebenen Ursachen einer Frühgeburt vorliegen.

Bakterielle Scheideninfektion

Schwangere sind einer bakteriellen Scheideninfektion viel häufiger ausgesetzt als Frauen, welche nicht schwanger sind. Dies liegt an der hormonellen Umstellung sowie an der Veränderung der normalen Scheidenflora. Diese wird an einem übelriechenden, dünnflüssigen Ausfluss erkannt. Daneben treten Juckreiz und Brennen im Genitalbereich auf. Durch Medikamente, Sex und unzureichende Hygiene wird eine bakterielle Scheideninfektion zusätzlich begünstigt. Da diese mit der erhöhten Rate von Frühgeburten einhergeht, sollte umgehend der Frauenarzt oder die Frauenärztin aufgesucht werden.

Die Zervixinsuffizienz

Bei der Zervixinsuffizienz handelt es sich um eine Gebärmutterhalsschwäche. Diese entwickelt sich meist unbemerkt und führt zu einer vorzeitigen Eröffnung des Muttermundes. Die Zervixinsuffizienz kann entweder angeboren sein oder durch eine Scheideninfektion ausgelöst werden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sorgen dafür, dass diese rechtzeitig durch eine Tastenuntersuchung erkannt wird.

Vorzeitige Wehen

Die regelmäßigen Kontraktionen der Gebärmutter, welche nach der 36. Schwangerschaftswoche auftreten können, führen meist dazu, dass der Gebärmutterhals verkürzt wird und sich der Muttermund öffnet. Die häufigsten Ursachen vorzeitiger Wehen, welche zu einer Frühgeburt führen können, sind Scheideninfektionen sowie eine angeborene Zervixinsuffizienz.

Vorzeitiger Blasensprung

Beginnt das Fruchtwasser vor den Geburtswehen aufgrund eines Risses in der Fruchtblase abzugehen, wird von einem vorzeitigen Blasensprung gesprochen. Dieser verschleißt sich bei etwa 8% spontan wieder, woraufhin sich das Fruchtwasser neu bildet. Der Auslöser für den vorzeitigen Blasensprung ist meist eine vaginale Infektion. Er wird daran bemerkt, dass tröpfenweise oder schwallartig eine helle bis milchig-trübe Flüssigkeit abgeht. Der Geruch des Fruchtwassers ist süßlich. Bestimmt der Verdacht auf einen vorzeitigen Blasensprung, sollten umgehend die Hebamme oder der Arzt kontaktiert werden. Durch die Messung des Scheiden-ph-Wertes während der Untersuchung wird schnell festgestellt, ob es sich tatsächlich um diesen oder um einen unwillkürlichen Harndrang handelt. Wenn tatsächlich ein vorzeitiger Blasensprung vorliegt, wird zusätzlich durch einen Bluttest überprüft, ob eine Infektion vorliegt.