Hormone

Hormone gegen Rückenschmerzen

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Jeder zweite Deutsche leidet zumindest gelegentlich an Rückenschmerzen. Laut einer Umfrage klagten 10 Prozent der Deutschen jeden Tag über Rückenschmerzen. 17 Prozent gaben an, mehrmals in der Woche unter Rückenschmerzen zu leiden. Lediglich 15 Prozent der Befragten gaben an, keine Rückenschmerzen im vergangenen Jahr gehabt zu haben. Was kann man dagegen tun?

Maßnahmen gegen Rückenschmerzen

Gegen die Rückenschmerzen wird sowohl mit Medikamenten, als auch mit Bewegung und Ernährungsumstellung angegangen. Selbst eine Operation erscheint in vielen Fällen als die einzige Lösung, wobei laut einigen Stimmen durch die Operation die Rückenschmerzen nicht immer beseitigt werden und sogar von Verschlimmerungen nach der Operation berichtet wurde.
Die meisten Menschen verlieren bei Rückenproblemen keinen Gedanken an ihren Hormonspiegel. Denn nur wenige Menschen wissen, dass gerade die Hormone eine der häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen sind. Sind die Hormonwerte zu hoch oder zu niedrig, kann dies durchaus Rückenschmerzen verursachen.

Hormone und Rückenschmerzen

Körpereigene Hormone steuern im Grunde alles: die Zellen, die Organe, die Körperfunktionen, die Gehirnfunktionen und die psychischen Funktionen. So kann fast jedes Symptom mit körpereigenen Hormonen in Verbindung gebracht werden. Im Folgenden werden diejenigen Hormone genannt, welche mit Rückenschmerzen verbunden sind.

Estriol baut die Knorpel auf und ist für die Schleimhäute zuständig. Bei Rückenschmerzen ist der Wert an Estriol, welcher über Speicheltests ermittelt wird, meist sehr niedrig.
Estradiol und Progesteron sind Hormone, welche unter anderem für die Knochenzellen zuständig sind.
Testosteron ist für den Aufbau der Muskel sehr wichtig.
Cortison kann bei Rückenschmerzen insofern eine Rolle spielen, da dieses Hormon gegen entzündliche Prozesse kämpft.
Das Hormon DHEA ist ein Vorstufenhormon bei Testosteron und bei den Östrogenen. Es ist beteiligt gegen Allergien, Unvertröglichekiten sowie bei Erschöpfung und Stress.
Die Schilddrüsenhormone können zudem bei Rückenschmerzen ebenfalls eine Rolle spielen.

Optimale Hormonwerte für einen gesunden Körper

Bei Hormonen handelt es sich um ein komplexes Thema, welches Kompetenz erfordert. Immerhin arbeiten diese alle zusammen, damit der Körper richtig funktioniert. Daher ist der optimale Wert dieser für unseren Körper enorm wichtig. Bei Rückenschmerzen sollte bei der Suche nach der Ursache auch dieser Faktor mit berücksichtigt werden. Bevor zu Medikamenten oder gar zu einer Operation gegriffen wird, gilt es, die Hormonwerte zu überprüfen. Denn diese können sehr oft durch den Einsatz natürlicher Methoden in Ordnung gebracht werden.

Wie Hormone die weibliche Lust steuern

Was genau löst die weibliche Lust auf Sex aus? Der Anblick, die Stimme, die Berührung? Sicher, diese sind zwar ein wichtiger Faktor, doch hier ist vielmehr ein Zusammenspiel von Sexualorganen, Nerven, Gehirn, Normen und Erfahrungen sowie Hormonen am Werk. Diese bewirken, dass durch die Lust die Fortpflanzung und damit die Erhaltung unserer Art erhalten bleibt.

Hormone spielen eine große Rolle bei der Entstehung der weiblichen Lust

Östrogen gilt als das Hormon, welches am meisten für das Lustempfinden verantwortlich ist. Dieses erreicht zum Zeitpunkt des Eisprungs einen Sehr hohen Spiegel im Blut und fördert das Lustempfinden der Frau. Nach dem Eisprung sinkt der Östrogenspiegel und seine Rolle wird von Progesteron übernommen, welches für Entspannung und Gelassenheit sorgt. Das Lustempfinden wird in dieser Phase jedoch gesenkt. Neben diesen zwei Hormonen spielt auch Testosteron eine sehr wichtige Rolle beim Lustempfinden der Frauen. Dieses wird in den Eierstöcken und in den Nebennieren gebildet. Liegt ein Mangel an Testosteron vor, sinkt auch die Libido.

Hormonelle Störungen senken das Lustempfinden

Das Lustempfinden ist weniger in den Wechseljahren ausgeprägt und selbst in den jüngeren Jahren, wenn zu wenig Östrogen produziert wird. Da die Pille das Testosteron blockiert, ist die Libido auch in diesem Fall weniger ausgeprägt. Daher wird während der Einnahme von Pille dazu geraten, nach Besprechung mit dem Frauenarzt oder der Frauenärztin das Präparat zu wechseln, wenn die Libido zu sehr unter der Pille leidet. Zur Senkung des Lustempfindens kann auch Stress beitragen. Der Wunsch nach einem Baby kann bei Paaren, welche sich unter Druck gesetzt fühlen, das Lustempfinden ebenfalls verringern. Daher ist es wichtig, gerade in dieser Lebensphase offen über die eigenen Wünsche und Erwartungen zu sprechen. Denn sobald der Druck, welcher mit dem Wunsch nach Kindern verbunden ist, verschwindet, regelt sich meist auch das Problem mit dem Libidoverlust.

Hormone beeinflussen den Orgasmus

Sobald der Orgasmus eintritt, spielen Hormone erneut eine wichtige Rolle. In diesem Fall jedoch Dopamin und Endorphin. Das Zusammenspiel dieser sorgt für das Rauschgefühl beim Orgasmus. Somit sind Hormone in großem Ausmaß für das Lustempfinden der Frau verantwortlich. Doch sie tragen nicht alleine die Verantwortung für das Lustempfinden. Andere Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, sodass bei fehlendem Lustempfinden es immer besser ist, offen über die Gründe zu reden, als nach Ausreden zu suchen.

 

Hormonspiralen schlecht für Gesundheit?

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Wie schon in einem früheren Blogbeitrag erwähnt, sind die Auswirkungen von Hormonen auf unseren Körper nicht zu vernachlässigen. Nun stehen drei Hormonspiralen der Firma Bayer im Verdacht, verschiedene psychische Störungen sowie Schlafprobleme und innere Unruhe auszulösen. Der Konzern demantiert diese jedoch. Wird das Problem von diesem verharmlost?

Es wird nach besserem Schutz für Frauen, welche verhüten, verlangt

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Kathrin Vogler, fordert im Bundestag nach besserem Schutz der Frauen, die Verhütungsmittel verwenden. Der Anlass dazu ist gerade der Verdacht über die Erhöhung der Gefahr für psychische Störungen der Hormonspiralen Mirena, Jaydess und Kyleena von Bayer. Derzeit wird deshalb von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) geprüft, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen den Stimmungsveränderungen, Schlafstörungen und der inneren Unruhe und den levonorgestrelhaltigen Spiralen besteht. Immerhin werden gerade Depression und depressive Stimmungen als häufige Nebenwirkungen auf den Beipackzetteln dieser Produkte genannt. Mittlerweile wurde festgestellt, dass allein für Mirena mehr als 270 Verdachtsfälle von Nervosität, Depression, Aggression, Schlaflosigkeit und sogar verminderter Libido gemeldet wurden. Nun steht eine Beratung zu den Ergebnissen der EMA-Untersuchung in der kommenden Woche an.

Laut Bayer gibt es keinen Anhaltspunkt für den Verdacht

Der Aussage des Herstellers Bayer nach gebe es jedoch nach allen vorliegenden Daten gar keinen Anhaltspunkt für die Verbindung zwischen den psychischen Störungen und den levonorgestrelhaltigen Intrauterinsystemen. Doch die Untersuchungen des Professors Steven Kushner vom Erasmus University Medical Center in Rotterdam haben ergeben, dass Frauen, welche Hormonspiralen trugen in Stresssituationen besonders viel Kortisol ausgeschüttet haben. Dabei gilt gerade der chronische Stress als ein wichtiger Risikofaktor für die erwähnten unerwünschten Nebenwirkungen der Hormonspiralen.

Die levonorgestrelhaltigen Hormonspiralen wirken nicht nur lokal

Trotz der Behauptung von Bayer, die levonorgestrelhaltigen Hormonspiralen wirkten lokal, behauptet Professor Kushner, dass laut seinen Untersuchungen dies nicht der Fall ist. Interessant ist, dass der Begriff „lokal“ von Bayer unter Anführungszeichen gesetzt ist. Doch Bayer weist eine bewusste Irreführung zurück. Aus diesem Grund fordert Vogler ein „Verbot von Werbematerial der Pharmaindustrie in den Arztpraxen“.